Manchmal gibt es Bücher, die einen auf eine Reise mitnehmen, bei der man sich selbst nicht ganz sicher ist, wohin sie führt. „Glühend Herz“ von Robert R. Brock ist genau so eine Geschichte. Sie beginnt mit Albert, einem Workaholic, der durch einen unerwarteten Zeitsprung in den Dreißigjährigen Krieg katapultiert wird – mitten hinein in eine Epoche, die von Chaos, Leid und Menschlichkeit geprägt ist.
Zunächst war ich fasziniert von den historischen Details. Die Brutalität, die Unsicherheit, die Stimmung – alles war spürbar greifbar. Und doch stellte sich während des Lesens eine Frage ein: Was steckt wirklich dahinter? Ich hatte das Gefühl, durch ein Fenster in die Vergangenheit zu blicken, ohne den tieferen Sinn des Erlebten zu erkennen.
Doch dann kam der Moment, in dem alles Sinn ergab. Die Auflösung des Zeitsprungs war klug, überraschend und tiefgründig. Plötzlich erkannte ich: Es geht nicht nur um den Krieg, sondern um Alberts innere Reise – um Selbstreflexion, Reue und vielleicht sogar um Erlösung.
„Glühend Herz“ ist kein klassischer Historienroman, sondern eine Reflexion über das Menschsein, über Sinn und Zufall, verpackt in eine Geschichte, die fordert und zum Nachdenken anregt. Wer Bücher liebt, die nicht einfach konsumiert, sondern erlebt werden wollen, wird hier fündig. Doch Vorsicht: Dieser Roman ist kein leichter Spaziergang – eher ein Labyrinth, das nur Geduldige belohnt.
Originaltitel: Glühend Herz
Autor: Robert R. Brock
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: August 2021
Genre: Fantasy,
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