The Scarlet Alchemist von Kylie Lee Baker: Wenn Goldmachen zur Totenbeschwörung wird (Rezension)

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Quick-Facts

  • Titel: The Scarlet Alchemist

  • Autorin: Kylie Lee Baker

  • Sprache: Englisch (Gut verständlich!)

  • Reihe: The Scarlet Alchemist (Band 1)

  • Setting: Ein von der Tang-Dynastie inspiriertes China / Alchemie & Nekromantie

  • Genre / Tropes: Fantasy / Historical Fantasy / Dark Magic / (Vermeintlich) Enemies to Lovers

  • Spice-Level: 0/5 (Fokus liegt auf der Magie und dem Plot)

  • Vibe: Düster, makaber, spannend, kulturell tiefgründig

  • Lese-Dauer: Ein packender Pageturner trotz kleiner Stolpersteine bei den Namen

Für wen ist dieses Buch?

Dieses Buch könnte dir gefallen, wenn du:

  • Düstere Magie und Alchemie magst, die auch vor „unappetitlichen“ Details nicht zurückschreckt.

  • Ein Setting liebst, das tief in der chinesischen Geschichte und Mythologie verwurzelt ist.

  • Große Twists und eine unvorhersehbare Handlung wichtiger findest als die Romanze.

Weniger geeignet ist es für Leser*innen, die:

  • Eine tiefgreifende, knisternde „Enemies to Lovers“-Romanze suchen.

  • Ein Problem mit expliziten Beschreibungen von Leichen und Nekromantie haben.

Meine ehrliche Meinung

Endlich habe ich meine wunderschöne Fairyloot-Ausgabe vom SuB befreit! Das Englisch ließ sich wirklich super lesen, auch wenn ich ab und zu ein paar kleine Probleme mit den vielen Namen hatte. Zilan träumt davon, eine große Alchemistin zu werden, und macht sich mit ihrer Cousine und ihrem Cousin auf den Weg zur Prüfung. Doch ein mysteriöser Fremder und ein abgelehnter Hilferuf wirbeln alles durcheinander.

Das Worldbuilding: Alchemie mal anders

Der Aspekt der Alchemie ist hier wirklich faszinierend – und düster! Es geht darum, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Die Autorin nimmt hier kein Blatt vor den Mund: Wenn die Körper schon länger tot sind, wird es beim Wiederbeleben ziemlich unschön. Nur frische Leichen kommen „gut“ zurück. Das war manchmal echt harter Tobak, aber unglaublich atmosphärisch.

Was mir besonders gut gefallen hat: Kylie Lee Baker webt Zilans Herkunft und ihren Status als Frau sehr geschickt und fast beiläufig in die Handlung ein. Es ist kein dominantes Hauptthema, aber man spürt immer wieder die rassistischen Vorurteile der Charaktere, auf die sie trifft, und die Steine, die ihr als Frau in den Weg gelegt werden. Diese kleinen, eingewobenen Punkte machen die Welt sehr greifbar und zeigen, wie hart Zilan für ihren Traum kämpfen muss.

Die Charaktere & die Lovestory

Die Charaktere sind interessant, aber ich muss ehrlich sein: Die beworbene „Enemies to Lovers“-Trope war für mich leider nicht vorhanden. Ich habe weder die Feindschaft noch die Anziehungskraft gespürt. Für mich war die Lovestory quasi nicht da.

Mein Highlight: Der Twist!

Auch wenn mich die Romantik nicht abgeholt hat – der Twist und die Story waren einfach nur WOW. Die Wendung am Ende und die finale Offenbarung haben mich absolut geschockt und überrascht. Im Nachhinein hätte ich es vielleicht ahnen können, aber Kylie Lee Baker hat mich hier eiskalt erwischt.

Fazit

Ein starker Fantasy-Auftakt, der vor allem durch seine düstere Magie und einen genialen Plot-Twist überzeugt. Wer über die schwache Lovestory hinwegsehen kann, bekommt hier ein spannendes, makaberes Abenteuer in einem tollen Setting geboten!





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