„We Hunt the Flame“ von Hafsah Faizal hat mich, ehrlich gesagt, auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr euch auf ein Buch freut, weil die Prämisse so vielversprechend klingt? Genau so ging es mir mit diesem Werk. Die Idee, dass Zafira, eine mutige Frau, sich als Jäger verkleidet, um ihr Dorf zu versorgen, und dass Nasir, der als Prinz des Todes bekannt ist, ihre Wege kreuzt, um die Magie zurückzubringen – das klang nach einem epischen Abenteuer. Und doch fühlte es sich manchmal an wie ein Kaugummi, der nach einer Weile seinen Geschmack verliert.
Es war ein ständiges Hin und Her. Gerade wenn ich dachte, die Handlung nimmt endlich an Fahrt auf, passierte… nichts. Die Dialoge zogen sich in die Länge, und die Charaktere blieben für meinen Geschmack etwas zu flach. Es war, als ob ich ständig auf den großen Knall wartete, der einfach nicht kommen wollte. Kennt ihr das, wenn man kurz davor ist, ein Buch wegzulegen, aber dann doch noch eine Szene kommt, die wieder Hoffnung gibt? Genau das passierte mir immer wieder.
Ich erinnere mich, wie ich bei 73 % des Ebooks dachte: „Okay, noch 30 Minuten, wenn es mich jetzt nicht packt, dann war’s das.“ Und dann, plötzlich, passierte das Unfassbare: Spannung, Action, Intrigen und Magie – es war, als ob das Buch endlich das Versprechen einlöste, das es von Anfang an gemacht hatte. Das Ende hat mich dann wirklich versöhnt. Warum konnte das Buch nicht von Anfang an so sein? Hattet ihr auch schon mal so eine Erfahrung mit einem Buch? Es ist frustrierend, aber auch irgendwo faszinierend, wie es einem am Ende doch noch ans Herz wächst.
Originaltitel: We hunt the Flame
Autor: Hafsah Faizal
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: Dezember 2024
Genre: Fantasy, Romantasy
Dieser Artikel enthält Werbe-Links und/oder werbende Inhalte.
Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars
Die Reiche von Arawiya:
We hunt the flame
we free the stars