Verity Guild von Mai Corland – Rezension
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Quick-Facts:
- Titel: Verity Guild
- Autorin: Mai Corland
- Format: FairyLoot Special Edition (Englisch gelesen)
- Genre: Fantasy / Murder Mystery / Romance
- Vibe: Rätselhaft, charaktergetrieben, mit knisternder Anziehung
- Tropes: Locked-Room-Mystery, Rivals-to-Lovers, verborgenes Geheimnis, Schneesturm-Setting
Mai Corland wollte laut eigener Aussage unbedingt einen Murder Mystery schreiben, und genau das bekommt man hier auch, mit einem Hauch Fantasy obendrauf. Die FairyLoot-Ausgabe, die ich gelesen habe, sieht dazu noch richtig schön aus.
Für wen ist dieses Buch?
Für alle, die Murder Mystery mit Fantasy-Einschlag lieben, sich für charaktergetriebene Geschichten mit langsam aufgebauter Anziehung begeistern können, und gerne mitraten und mitfiebern.
Für wen weniger?
Wenn du viel Weltenbau und ein ausgefeiltes Magiesystem erwartest, wirst du hier eher enttäuscht – beides spielt nur eine Nebenrolle.
Meine ehrliche Meinung
Hohepriesterin Kerasea fühlt sich ihrer Rolle nicht gewachsen, zumal sie ein Geheimnis mit sich trägt, das sie das Leben kosten könnte. Prätor Torren Morvane ist ihr auf der Spur, oder glaubt sie das nur. Die beiden lernen sich kennen und merken schnell, wie ähnlich sie sich eigentlich sind.
Ein Mord, ein Schneesturm, eine Anziehung
Als der erste Tote gefunden wird, deuten die Indizien zunächst auf Kerasea, und Torren beginnt zu ermitteln. Doch er merkt schnell, dass etwas nicht stimmt. Als dann alle bei einem Schneesturm auf einer Burg festsitzen und ein weiterer Toter gefunden wird, ist klar: Hier ist etwas im Gange. Neben der Jagd nach dem Mörder nimmt auch die Anziehung zwischen den beiden spürbar zu.
Fokus auf Charaktere statt Weltenbau
Der Fokus liegt ganz klar auf dem Murder Mystery und weniger auf der Welt oder der Magie, die nur immer wieder eingestreut wird. Dafür bekommt man umso mehr Charakterentwicklung und zwischenmenschliche Dynamik. Man rätselt mit, fiebert mit, hofft und freut sich, aber es gibt auch Momente, die einen zum Weinen bringen. Etwa ab zwei Dritteln des Buches gibt es Rückblenden, durch die man einiges über Kerasea erfährt. Eine Spice-Szene hat mich ehrlich gesagt eher zum Lachen gebracht als zum Seufzen, weil ausgerechnet in diesem Moment noch etwas ganz anderes passiert ist.
Fazit
Ein fesselnder Murder Mystery mit Fantasy-Elementen, der ganz auf Charaktere und Spannung setzt statt auf Weltenbau. Zum Ende hin wird es noch einmal richtig fies, bevor ein gemeiner Cliffhanger folgt. Jetzt heißt es ungeduldig auf Band 2 warten.